Erste-Hilfe-Tipps

Haustier-Erste-Hilfe in Neuss – Verletzungen, Parasiten und Giftpflanzen 

Das Team der Tierarztpraxis Dr. Anja Bausch in Neuss möchte Ihnen hier wichtige Informationen zur Ersten Hilfe, Parasiten und Giftpflanzen bei Haustieren geben.

Jetzt Kontakt aufnehmen
  • Slide title

    Write your caption here
    Button

Mehr zur Haustier-Erste-Hilfe 

  • Erste Hilfe bei Ihrem Haustier

    Auch wenn Sie noch so gut auf Ihr Haustier aufpassen,Unfälle oder Verletzungen können immer passieren. Vielfach ist es wichtig an Ort und Stelle Erste-Hilfe-Maßnahmen zu ergreifen.

    Was erfordert Erste Hilfe?

    • Autounfall
    • Beißereien
    • Sturz
    • Bewusstseinstrübung/Bewusstlosigkeit (z. B. bei Herzanfall, Vergiftungen, Organversagen)
    • Verletzungen
    • starke Blutungen, Knochenfrakturen, Augenverletzungen
    • Fremdkörper
    • Aufnahme giftiger Substanzen
    • Gefahr von Schock!

    Was passiert bei einem Schock?

    Symptome:

    • steigende Atemfrequenz, aber häufig flachere Atmung, Hecheln
    • blasse Schleimhäute an Maul und Augen
    • sinkende Körpertemperatur (kalte Pfoten und Ohren)
    • Muskelschwäche
    • Bewusstseinstrübung bis Koma
    • steigende Herzfrequenz (Puls fühlbar Innenschenkel hinten)
    • Erbrechen
    • vergrößerte Pupillen
    • bei Vergiftungen rote Schleimhäute und steigende Körpertemperatur

    Bei einem Schockgeschehen kommt es zu einer sogenannten Zentralisierung. Das bedeutet, dass nur lebenswichtige Funktionen (sogenannte Vitalfunktionen) aufrechterhalten werden, also die Herzdurchblutung oberste Priorität hat. Restliche Gewebe und Organe (letztlich auch das Gehirn) erhalten dann zu wenig Blut und damit zu wenig Sauerstoff. Die Folgen sind Zellschädigung bis zum Zelltod. Die verringerte Gehirndurchblutung führt zum Bewusstseinsverlust.

    Haustier-Erste-Hilfe-Maßnahmen:

    1) Ruhe bewahren! Tier beruhigen, Sie sind die Vertrauensperson Ihres Haustieres!

    2) Lagerung – Brustlagerung

    3)Transport – Ohne große Vibrationen

    Großen Hund auf Jacke/Pullover oder Brett legen und tragen.

    Bissiger Hund: Maul mit Mullbinde/Schnürsenkel zubinden.

    4) Warm halten! Ohren bis in die Spitzen massieren (Kreislaufanregung).

    Bewusstlosigkeit:

    • Zunge vorlagern.
    • Atemwege freihalten. Erbrochenes/Blut/Schleim aus Maul entfernen.
    • Bei Erbrechen Tier hinten hochlagern.
    • Kopf leicht strecken und tiefer lagern.
    • Nicht über den Rücken drehen!
  • Verletzungen

    Wunden:

    Mit feuchten sauberen Tüchern abdecken.

    Starke Blutung:

    • oberhalb der Wunde (Rumpf-nah) stauen mit Mullbinde
    • Gürtel, Halstuch, Pulloverärmel (max. 10 Min., öffnen, wieder stauen)
    • Druckverband bei starken Blutungen (max. 10 Min.)
    • Schutzverband bei weniger starken Blutungen

    Knochenbrüche:

    • Schienen mit Karton, aufgerollte Zeitung, Stock.
    • Fixieren mit Mullbinde, Gürtel.
    • Lähmung:
    • Vorsichtig lagern, Wirbelsäule nicht biegen/drehen.
    • Auf Brett transportieren.

    Atemstillstand:

    • Beatmen.
    • Vorsichtige Herzmassage in regelmäßigem Rhythmus.
    • Auf Nase schnippen.

    Hitzschlag:

    • Tier an schattigen/kühlen Ort bringen.
    • Tier in nasse/kalte Tücher wickeln.
    • Pfoten kühlen.

    Verbrennungen:

    • Abduschen mit kaltem Wasser.
    • Wunden mit kalten, feuchten Tüchern abdecken

    Fremdkörper:

    • Maulbereich: Wenn möglich, entfernen.
    • Pfote: Tier tragen
    • Fremdkörper verschluckt: keine Ersthelfermaßnahmen möglich -> Tierarzt
    • Ohr (plötzlich massives Ohrschütteln): keine Ersthelfermaßnahmen möglich -> Tierarzt 

    Bienen-/ Wespenstich:

    • Kühlen.
    • Biene/ Wespe verschluckt: Hals kühlen. Sofort Tierarzt aufsuchen.
    • Augenverletzungen:
    • Bei Eindringen reizender Substanzen: mehrminütiges Spülen mit körperwarmem Leitungswasser.
    • Weitere Verletzungen durch Scheuern unterbinden.
    • Bei Augapfelvorfall mit kaltem, nassem Tuch abdecken.
    • Nach Erste Hilfe Maßnahmen ist es unbedingt anzuraten einen Tierarzt aufzusuchen, welcher die weitere Versorgung übernimmt.

    Bei kleineren Verletzungen oder milden Krankheitsgeschehen wie leichter Augenrötung, Durchfall oder leichter Lahmheit bei ansonsten unauffälligem Verhalten ist es sinnvoll einige Medikamente und etwas Verbandsmaterial mit Watte griffbereit zur Hand haben.

    Wir haben eine Apothekentasche mit Verbandsmaterial und einigen Medikamenten für Sie zusammengestellt.

    Zusätzlich eignet sich das pflanzliche Präparat „Rescue Tropfen“ um Schock- und Angstzustände im akuten Notfall zu reduzieren.

  • Parasiten

    Zu den gängigen Parasiten zählen Flöhe, Zecken, Würmer, Räudemilben, Haarbalgmilben (Demodikose) und Ohrmilben. Sprechen Sie uns an, um Tipps zu erhalten, was im Falle eines Parasitenbefalls Ihres Haustieres zu tun ist. 

  • Giftpflanzen

    Alle Wohnungspflanzen sollten ungiftig sein, wenn man Kinder hat und/oder Tiere hält. Nachfolgend eine Liste der häufigsten Pflanzen, welche für Hunde, Katzen und andere Kleintiere giftig sind.

    Liste von Giftpflanzen:

    • Alokasie, Alpenveilchen, Amaryllisgewächse (z.B. Klivie), Anemonen, Aralie, Aronstab, Azaleen,
    • -Begonien, Blausternchen, Browallie, Brunfelsie, Buchsbaum,
    • Calla, Christrose, Christusdorn,
    • Dieffenbachie, Dipladenie,
    • Efeu, Eibe, Eisenhut, Engelstrompete,
    • Farn, Fingerhut, Flamingoblume,
    • Ginster, Goldlack, Goldregen, Goldtrompete,
    • Hahnenfuss, Hammerstrauch, Herbstzeitlose, Heliotrop, Hyazinthe,
    • Iris,
    • Kaffeebaum, Kaladie, Kassie, Katzenschwanz, Kirschlorbeer, Klematis, Kolbenfaden, Korallenstrauch,
    • Krokus, Küchenschelle,
    • Liguster, Liliengewächse, Lupinie,
    • Maiglöckchen, Mistel,
    • Nachtschatten, Narzissen,
    • Oleander, Osterglocken,
    • Passionsblume, Pfaffenhütchen, Petunien, Philodendron, Primeln,
    • Rhododendron,
    • Schierling, Schneeglöckchen, Seidelbast, Silberblatt, Sternjasmin,
    • Thuja, Tollkirsche, Tulpen,
    • Weihnachtsstern, Winden, Wolfsmilch, Wüstenrose,
    • Zierpfeffer und viele mehr!!!

Die Erste-Hilfe-Frage, auf die Sie eine Antwort suchen, scheint hier nicht dabei gewesen zu sein? Sprechen Sie das Team unserer Tierarztpraxis mit Ihrem Anliegen an. 

Kontaktieren Sie uns
Share by: